• Evang. - Luth. Kirchengemeinde Aichach und Altomünster

    Evang. - Luth. Kirchengemeinde Aichach und Altomünster

  • Evang. - Luth. Kirchengemeinde Aichach und Altomünster

    Evang. - Luth. Kirchengemeinde Aichach und Altomünster

  • Kinderzeltnacht

    Kinderzeltnacht

  • Konfirmandenausflug

    Konfirmandenausflug

  • Konfirmandenausflug

    Konfirmandenausflug

  • Kinderzeltnacht

    Kinderzeltnacht

  • Kinderzeltnacht

    Kinderzeltnacht

  • Seniorenausflug

    Seniorenausflug

  • Evang. - Luth. Kirchengemeinde Aichach und Altomünster

    Evang. - Luth. Kirchengemeinde Aichach und Altomünster

  • Evang. - Luth. Kirchengemeinde Aichach und Altomünster

    Evang. - Luth. Kirchengemeinde Aichach und Altomünster

  • Kinderzeltnacht

    Kinderzeltnacht

  • Konfirmandenausflug

    Konfirmandenausflug

  • Konfirmandenausflug

    Konfirmandenausflug

  • Kinderzeltnacht

    Kinderzeltnacht

  • Kinderzeltnacht

    Kinderzeltnacht

  • Seniorenausflug

    Seniorenausflug

Rückblick Ostergottesdienst

20210404 102912Wie froh und dankbar waren Pfarrer Stahl, die Mitglieder des Kirchenvorstands, alle Mitwirkenden und die Gottesdienstbesucher, dass der Gottesdienst am Grubet so gut über die Bühne gebracht worden ist – als Präsenzveranstaltung, bei bestem Wetter, unter weißblauem Himmel. Dabei wären alle Planungen, Vorbereitungen, Vorsichtsmaßnahmen fast umsonst gewesen. Angesichts drastisch steigender Corona-Infektionszahlen beschlossen die Politiker der Bund-Länder-Konferenz anderthalb Wochen vor Ostern den schärfsten Lockdown seit Beginn der Corona-Pandemie. In einer mehr als elfstündigen Marathonsitzung hatten sie sich darauf verständigt, Ansammlungen im öffentlichen Raum streng zu untersagen. Besonders vom 1. bis 5. April, also vom Gründonnerstag bis zum Ostermontag sollte eine so genannte „Osterruhe“ gelten.

Nach massiver Kritik hat Kanzlerin Angela Merkel tags darauf diesen Beschluss wieder zurückgenommen. Zudem führten Gespräche zwischen den Vertretern der Bayerischen Staatsregierung und den Religionsgemeinschaften zu dem Ergebnis, dass ihnen die Möglichkeit gewährt werden sollte, zwischen Präsenzgottesdiensten und digitalen Gottesdienstformaten zu wählen. Die Nachricht sorgte bei allen Beteiligten für große Erleichterung. Damit war der Weg frei, den Freiluftgottesdienst am Grubet wie geplant durchzuführen.

Wie der Kirchenvorstand schon zuvor in den Präsenzgottesdiensten das jeweilige Hygienekonzept der Landeskirche umsichtig und verantwortungsvoll umgesetzt hatte, so wurde auch diesmal auf die Hygienemaßnahmen geachtet: Am Eingang zur Grubetwiese wurde ein Desinfektionsspender aufgestellt, wo sich die Gottesdienstbesucher die Hände zu desinfizieren hatten. Wer sich nicht schon vorher im Pfarramt angemeldet hatte, musste sich in eine Liste eintragen. Die Registrierung ergab letztendlich, dass an die 200 Besucher am Ostergottesdienst teilgenommen hatten, mit Zaungästen sogar noch etwas mehr. Dass jeder innerhalb des Geländes einen Mund-Nasen-Schutz trug und den gebotenen Abstand einhielt, verstand sich von selbst.

20210404 112551Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes hatte Pfarrer Stahl Eduard Augsburger mit einer Bläsergruppe gewonnen. Der Klang von Posaune, Tenorhorn und zweier Trompeten verlieh der Veranstaltung einen feierlichen Glanz und schallte bis ins Tal nach Unterschneitbach. Schon vor dem Gottesdienst trumpfte das Bläserquartett auf und lockte die Besucher an, so z. B. mit dem Einzugsmarsch aus der Tanzsuite von Richard Zettler. Auch im weiteren Verlauf brachte das Ensemble gut ein halbes Dutzend Stücke zu Gehör, die den „Bläsersätzen alter Meister“ entstammten.

Zweifellos hat das Ostermusical „Ich bin bei euch“ dem Gottesdienst seinen Stempel aufgedrückt. Es war von der evangelischen Jugend mit Pfarrer Winfried Stahl und Gregor Holzapfel mit seiner Band einstudiert worden. Das Musical erzählt die Auferstehungsgeschichte Jesu. Es wurde bereits 1998 von Gertrud und Dirk Schmalenbach verfasst, ist aber für jedes Osterfest zeitlos aktuell.

Ostergottesdienst Evang KopieDer Platz vor dem Naturfreundehaus diente als Bühne. Seitlich hatte Hausmeister Maurer ein großes Zelt aufgebaut, das symbolisch das Felsengrab darstellen sollte. Alle Mitwirkenden - Chiara Kappl (Maria), Hannes Harzer (Jünger Johannes), Daniel Fessler (Engel), Chris, Corinna und Julia Götz (Soldaten) , Nike Sanders (Jüngerin) - hatten sich gemäß ihrer Rolle verkleidet, um den Szenen eine möglichst authentische Note zu verleihen. Alle Dar­steller waren mit Mikrofon ausgestattet, so dass Texte und Lieder deutlich über die Grubetwiese hinaus zu vernehmen waren. Vom Tod Christi am Kreuz spannte sich der Reigen bis zur Auferstehung und der Begegnung mit den Jüngern.

Die Textpassagen sprach Florian Pipping ausdrucksstark und mit vorbildlicher Akzentuierung. Bei den Liedern wechselten sich Chor- und Sologesang ab. Rhythmisch besonders einprägsam besang der Jugendchor nach dem Kreuzestod Jesu die Verzweiflung der Jünger: „Aus, aus, alles ist aus“. Das Lied wurde in lebhaftem Stakkato dargeboten. Wie Singen begeistern kann, zeigten die Jugendlichen auch mit dem Lied der römischen Wachsoldaten „Zu dumm, zu dumm, zu dumm, wie kriegen wir die Nacht bloß rum“. Für die besinnlichen, emotional anrührenden Momente sorgten die Solosängerinnen mit melodisch wohlklingenden Stücken wie „Ich tröste dich“ und „Das Grab ist leer“. Bis schließlich zum Ende des Musicals alle Jugendlichen in ein fröhliches Halleluja einstimmten: „Wir feiern Auferstehung“.

Pfarrer Winfried Stahl ging in seiner Predigt den Aussagen und unterschiedlichen Stimmungen der Musical - Lieder entlang, die die Zuhörere von den Gefühlen der Ohnmacht in Coronazeiten bis zum Erleben neuer Hoffnung tragen wollten.

Ostern 1Angesichts der gelungenen Aufführung, die den lang anhaltenden Applaus der Besucher verdiente, dankte Pfarrer Stahl den engagierten Jugendlichen, Angelika Theune (Sängerin), der Band unter der Leitung von Gregor Holzapfel und dem Bläserquartett von Eduard Augsburger sowie allen Akteuren, die sich dafür eingesetzt hatten, dass der Gottesdienst unter den gegenwärtig schwierigen Umständen stattfinden konnte. Besonderen Dank sprach er auch Erich Hoffmann aus, dem Vorsitzenden des Grubetvereins, der wie schon zu Weihnachten das Areal der Grubetfreunde für den Freiluftgottesdienst zur Verfügung gestellt hatte. Allen Anwesenden legte er das Grubet als „gute Adresse“ ans Herz, vor allem, wenn in Nach-Corona-Zeiten das Grubethaus wieder bewirtschaftet sein wird. In diesem Sinne verabschiedeten sich die Besucher vom Gelände der Naturfreunde in der festen Überzeugung, einen in jeder Hinsicht besonderen Gottesdienst erlebt zu haben.

Text und Bilder 1 und 2: Bruno Röske,

Bilder 3 und 4: Erich Hoffmann